Handyortung

Handyortung ohne Zustimmung – wann darf man das?

 

Die Handyortung erfreut sich großer Beliebtheit. Immerhin ist es heutzutage möglich, nahezu jedes Handy zu orten und dadurch den Aufenthaltsort des Besitzers zu erfahren. Aber genau das ist eine Angelegenheit, bei der man sich unter Umständen auf rechtliches Glatteis begibt. Möchte man nämlich das Handy einer anderen Person lokalisieren, bedarf es üblicherweise deren Zustimmung. Eine Handyortung ohne Zustimmung ist rechtlich nur bei Gefahr in Verzug und zur Vereitelung einer schweren Straftat zulässig. Dafür wird die Ortung durch die Polizei durchgeführt. Oft ist sogar eine richterliche Anweisung für die Bestimmung des Aufenthaltsortes einer Person mithilfe von deren Handy erforderlich. Obwohl das geltende Recht derart streng ist, wird fleißig die Handyortung ohne Zustimmung durchgeführt.

Das eigene Handy orten ist kein Problem

Geht es um das eigene Handy, kann man die Handyortung ganz einfach nutzen. Für die Ortung des Gerätes bedarf es lediglich der Rufnummer. Entweder lokalisiert man das Handy über den Mobilfunkanbieter beziehungsweise den Gerätehersteller oder man auf greift das Angebot eines Drittanbieters zu. Viele Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller bieten inzwischen die kostenlose Handyortung an. Um eine Handyortung ohne Zustimmung handelt es sich dabei nicht. Vor der Nutzung des Ortungsdienstes bedarf es eines Profils bei dem jeweiligen Betreiber. Häufig wird zudem nach der Anmeldung eine SMS an die Rufnummer geschickt, die bestätigt werden muss. Mit Bestätigung der SMS wurde die Erlaubnis zur Handyortung erteilt. Desweiteren bedarf es möglicherweise der Veränderung einer Sicherheitseinstellung am Gerät selbst. Vor allem bei der Ortung über den Gerätehersteller ist das der Fall. Beim iPhone, einigen Modellen von Samsung und zum Aufspüren eines Smartphones mit Android-Betriebssystem muss für eine Ortung das Gerät für einen Fernzugriff eingestellt werden. Über diesen Fernzugriff lässt sich das Handy orten, sperren und löschen.

Die Rufnummer als Schlüssel zum Erfolg?

Die Rufnummer scheint also der Schlüssel zum Erfolg zu sein. Da man in der Regel zahlreiche Rufnummern zur Verfügung hat, sollte auch die Ortung der dazugehörigen Geräte und Personen kein Problem darstellen. Während zur Ortung des eigenen Handys hauptsächlich die Dienste der Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller genutzt werden, findet die Ortung fremder Geräte oft über einen Drittanbieter statt, der in keiner direkten Verbindung zum Handybesitzer steht. Die Handyortung ohne Zustimmung ist auf zahlreichen Webseiten und oft sogar ohne Anmeldung möglich. Es geht anonym zu und genau das wird erwartet. Wer mit der Handyortung ohne Zustimmung beispielsweise seinem Partner beim Fremdgehen auf die Schliche kommen möchte, will keine Spuren hinterlassen. Ganz offen wird im Netz in dem Zusammenhang mit dem Begriff Handyspionage geworben. Das Ausspionieren fremder Handys wird soweit legalisiert, dass kaum noch jemand ein schlechtes Gewissen dabei hat. Selbst in offiziellen App-Stores stehen zahlreiche Spionage-Apps zum Download bereit. Derartige Apps sind häufig kostenlos, aber nur das Herunterladen. Für die Nutzung der App bedarf es einer Anmeldung beim Betreiber des Dienstes. Dieser erhebt dann Nutzungsgebühren.

Professionelle Handyortung ohne Zustimmung

Neben den herkömmlichen Apps sind spezielle Apps verfügbar, die für die professionelle Überwachung und Ausspionage von Smartphones entwickelt wurden. Ihre Nutzung läuft im Verborgenen und damit sozusagen unsichtbar ab. Einem Laien ist es unmöglich, die Software zu entdecken, mit der selbst Experten ihre Schwierigkeiten haben. Eine solche App ist nicht nur für die Handyortung ohne Zustimmung zu gebrauchen, sie ermöglicht zugleich das Abhören von Anrufen und das Mitlesen von Kurzmitteilungen. Wer aufgrund eines Fremdgehverdachts gegen seinen Partner die Überwachung von dessen Handy vornehmen möchte, dürfte von einer Spionage-App begeistert sein. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Die Handyortung ohne Zustimmung ist in vielen Ländern nicht erlaubt. Sollte die Spionage entdeckt werden, kann der Handybesitzer rechtliche Schritte gegen den „Spion“ einleiten. Unter welchen Voraussetzungen die App eingesetzt werden darf, ist auf den Herstellerseiten ersichtlich und dabei wird schnell klar, dass man die App für seine Zwecke eigentlich nicht nutzen darf. Erfolgt die Installation der Software allerdings mit Wissen und Zustimmung des Handybesitzers, wird das Unternehmen Handyspionage legal.

Handyortung bei Kindern und Angestellten

Da die Anschaffung des Handys und der Rufnummer in den Händen der Eltern liegt, gilt das Gerät als ihr Eigentum. Die Ortung kann in dem Falle so oft man will durchgeführt werden. Bei der Überwachung von Angestellten kommt es darauf an, ob es sich um ein Firmen- oder ein Privathandy handelt. Hier gelten verschiedene Regelungen.

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